Am 15.06.09 hatte ich zum Kindernachmittag geladen.

SOFIE war mit ihrer Schwester HANNAH gekommen.

Die “große”LAURA mit ihrer Schwester CAROLINE. Sie brachten mir ihre Freundschaftsbücher zum Einschreiben. Und ihre Mama kam mit einem Blech voll köstlichem Marillenkuchen.

Die “kleine” LAURA war die Spielgefährtin von Caroline bei mir damals. Sie brachte Blumen für mich und eine rote Rose für Billys Grab.

SIMON war sowieso noch da und mußte sich an die weibliche Übermacht gewöhnen. Sein Brumm-Brumm, das ist der kuschelige Einschlafbär, half ihm dabei.

Sofie ist begeisterte Reiterin. Eines ihrer Lieblingspferde heißt sogar “Märchenprinz”! Auch Laura möchte regelmäßig reiten gehen und die Mamas machten ein Treffen aus.

Als Abschluß machte ich Fotos mit dem Handy.

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Dann kam die Frage, was schreibe ich in die Freundschaftsbücher? Ich suchte mein Stammbuch aus der Schulzeit – so ernst und verstaubt. Diese Gedichte und Ratschläge paßten nicht mehr in unsere Zeit. Also schrieb ich meine Versionen und zeichnete Blumen mit Schmetterlingen dazu. Der Schmetterling ist für mich ein Symbol der Leichtigkeit, der Freude und der Entwicklung.

Von der schwerfälligen, langsamen Raupe zum fliegenden Star der Blumenwiese!!!

FLICKR-FOTO: Monarch-Butterfly von Creativity-Timothy K. Hamilton.

Als ich bei den Mädels anläutete, war die Freude groß. Weil Carolines Geburtstag auch bevorstand, hatte  ich spontan zwei Bil& Lara Hefte mit geheimen Tagebüchern gekauft und mitgebracht. Diese kamen auch gut an.

Meine Texte wurden vorgelesen und dann spielten Laura am Pianino und Caroline auf der Flöte gemeinsam so liebe Melodien. Großartig, da mußte applaudiert werden!

Ich bekam auch noch eine Zeichnung und aktuelle Fotos zum Abschied geschenkt.

Elisabeth.

Natürlich kommt das auch vor, daß der Tag so beginnt. Da wende ich das Patent meiner Schwiegermutter an, die ein Experte war im Ablenken, Thema wechseln… Früher habe ich dieses Verhalten als unehrlich empfunden, aber inzwischen weiß ich, daß Ablenkung wirkt.

  • WASSERFARBENMALEN kommt oft gut an. Die Farben wirken auf unsere Energiezentren positiv. Es ist auch für die Kinder selbst faszinierend, was da entsteht. Auch wenn man die Hände oder Füße bemalt und Abdrücke macht, ist das besonders für ältere Kinder ein Spaß. Laura´s  Mama  hat daraus entzückende Billetts für die Großeltern gefertigt.

FLICKR-FOTO von wesley jeanne.

  • TEIG- oder PLASTILLIN KNETEN ist auch ein Hit in dieser Situation.
  • KERZEN AUSBLASEN lieben die Tageskinder sehr. Das Feuer der Kerze reinigt die Aufmerksamkeit, es befreit von Gedanken. Das spüren wir besonders an der Faszination eines Lagerfeuers. Mit den Streichhölzern mache ich manchmal “FLUSCHER” , das gefällt den Großen.
  • KUCHENBACKEN fasziniert besonders SIMON, der auch leidenschaftlich gerne Kuchen ißt. Schon beim Herrichten und Auswiegen der Zutaten beginnt das Kosten. Ob das die Butter ist, das Mehl oder der Zucker…
  • SEIFENBLASEN nehmen auch sehr schnell die ganze Aufmerksamkeit der Tageskinder in ihren Bann und retten damit die Situation.
  • EINE HANDPUPPE hat mir auch schon oft geholfen. Ich dachte immer, ich muß einen Kurs für diese Fertgkeit machen. Aber egal was ich sage, die Kinder schauen nur mehr auf den Kasperl zum Beispiel und akzeptieren ihn. Auch das große rosa Plüschschweinderl von DOROTHEA wird geliebt.

Die Eltern freuen sich dann, wenn die Wogen geglättet sind, über einen kurzen Anruf, eine SMS oder manchmal sogar ein “Beweisfoto” vom Handy.

Elisabeth.

Heute kam HANNAHS Frust erst später, als sie erfuhr, daß SIMON und ELIAS nicht kommen. Die beschriebenen Vorschläge wurden nicht angenommen. Als ich ihr anbot in den Wald zu gehen, sagte sie sofort “JA!”

Wir waren gut für jegliches Wetter gerüstet und marschierten auf den Liechtenstein zum Kinderspielplatz. Sooo viele Weinberg- und Schnirkelschnecken waren auch unterwegs. Riesige Sonnenkäferfamilien nutzten die ersten warmen Strahlen aus. HANNAH war begeistert. Der große Kinderspielplatz wurde von einigen Schulklassen belagert. So gab es viel zu schauen. Die gute Luft war Medizin für uns beide.

  • HANNAH ruft: “OUI, Du kannst das Bauch nicht aufmachn!” SIMON hat sein T-Shirt gut in die Hose reingesteckt. “Ich kann mein Bauch aufmachn!” stellt sie fest, hebt ihr Leiberl in die Höhe und zeigt uns ihren Bauch.
  • SIMON und HANNAH laufen zur Hüpfmatratze ins Wohnzimmer. Hannah zieht ihre Hausschuhe aus und wie immer macht sie das auch für Simon. Sie drappieren Pölster und Decken zum Ausrasten. Hannah zieht ihre Socken aus. Simon lächelt Hannah im Liegen an und hält ihr seine Füße hin: “Ich auch, Hannah, ich auch!” Weil es sich um Kniestrümpfe handelt, kämpft Hannah ziemlich, aber sie schafft es natürlich!
  • DENISE greift in die Haare von HANNAH. “Nein, Nis, meine Haare sind so schön!”meint Hannah und streicht über ihren Kopf.
  • “Ich bin sund.(gesund) Du auch sund? fragt HANNAH. Später erzählt sie mir mit einem raffinierten Augenaufschlag: “Ich muß ins Krankenhaus!” Ich nehme ihre Lieblingsworte von heute:”Vergiß es!” Wir lachen beide herzlich und sagen es abwechselnd. Dann zieht Hannah die Hausschuhe aus und schlüpft in die Sandalen. Ich frage sie :”Schauen wir noch in deine Hose?” Die Antwort ist natürlich: “VERGISS ES!”
  • Die Kinder sitzen in der Sandkiste im Schloßpark. Hannah hat in die Breischüssel Bockerl geschlichtet, der Sand ist die Soße, dann kommt Salz,Pfeffer… “Reicht schon, reicht schon!” ruft Simon, weil schon ein Gupf am Schüsserl ist. Hannah läßt sich nicht beirren und würzt kräftig weiter:”NEIN, ein guter SCHMACK wird das!” Im Ofen, in der Sandkistenecke wird fertiggekocht.
  • DENISE und HANNAH reiten auf den Holzpferden am Spielplatz. “Kannst das auch?” fragt Hannah.

“TRALLALA,

HOPPA REITA,

FÄLLT DA, SCHREIT DA!”

  • HANNAH steht in der Sandkiste und hält die gefüllte Breischale in den Händen:”Für liebe Tante Sissy!” und lächelt mich an.
  • Plötzlich wird es laut im Park und Carolines Schulklasse darf sich austoben. Lily fragt, ob sie Dorothea aufheben darf und Kathi nimmt Hannah unter ihre Fittiche. Sie schaukeln mit den Beiden und verwöhnen sie nach Kräften.

Flickr-Foto von mir.

  • Wir sind bei der großen Rutsche angelangt. HANNAH stellt sich breitbeinig vor mir hin und erklärt mir ganz streng:” Du hilfst mir nicht! Ich bin schon groß!”
  • HANNAH und DENISE arbeiten in der feuchten Sandkiste. Sie sind sehr konzentriert. Zuerst denke ich, wie werden sie wohl ausschauen, wenn ich ihnen das weiter erlaube, aber dann vergönne ich ihnen doch dieses Werken im TONFELD. Hannah formt einen Kuchen “Happy Birthday, Tante Sissy!” Denise faßt mit beiden Händen in die Sandmasse und klopft die “Schnitzel” zurecht. Ich genieße die meditative Stimmung.
  • “Anna bom” meint dann Denise und wir schließen den Spielplatzbesuch mit einem Lied in der Vogelnestschaukel ab.

    Elisabeth.

    Das ist ein gutes Rezept meiner Freundin, schon oft ausprobiert und immer willkommen. Auch fast alle Tageskinder mögen ihn.

    Als ich RAPHAEL im Jahr 2002 erzählte, daß wir jetzt ganz gutes Wasser bekommen, wenn der Installateur fertig ist – GRANDERWASSER – fragte er mich: “Kommt dann Hollersaft raus?”

    MAN NEHME:

    • 15 große Holunderblüten, an einem sonnigen Tag gepflückt, am besten im Garten oder auf einem Wiesenrand weit weg von der Straße.

    FLICKR-FOTO von Sophiea.

    • 2 l Wasser in ein Gurkenglas geben,
    • 4 d. Zitronensäure unterrühren,
    • die Hollerblüten ungewaschen, damit der Blütenstaub erhalten bleibt, zugeben, die dicken Stiele schneide ich weg. Gerne halten sich auch Insekten in den duftenden Blüten auf!
    • mit 1/2 Bio-Zitrone in Scheiben geschnitten, belegen.
    • Mit durchsichtiger Folie verschließen und für 24 Std. in die Sonne stellen.
    • Dann durch ein Stoffhangerl (Gelbfärbung!) seihen.
    • Pro Liter Flüssigkeit 1 kg Zucker langsam einrühren, das dauert mehr als eine Stunde – eben immer wieder umrühren,
    • wenn es ein klarer Sirup geworden ist, in Flaschen füllen und gut verschließen.
    • KÜHL lagern! Hält sich mehr als einen Monat, wenn er nicht vorher getrunken wird!
    • Der Saft geht auch gut zum Einfrieren – das Aroma bleibt erhalten!

    Gutes Gelingen wünscht Elisabeth.

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    Noch eine kleine Abwandlung von DOROTHEA´S MAMA:

    Ich erhitze den Saft vorher, schwämme die Flaschen mit 80%igem Alkohol aus – dann halten sie zumindest ein Jahr, also genau bis zur nächsten Saison. Die Flaschen werden im Keller eingelagert.

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    Einmal schrieb ich der Getränkefirma, die den Saft “ECHT HOLLER” produziert, weil ich ihn geschmacklos und wie parfümiert fand. Die Antwort war, ihre größte Konkurenz sind die Hausfrauen, die den Saft selber machen und wissen, wie gut er schmecken kann!

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    EIN BUCHTIP zum THEMA:

    Die Abenteuer der trolligen Knirpse – “DER SONNENTRANK” Pestalozziverlag, Erlangen. ISBN 3-87624-693-8

    Aus dem Französischen von Anne-Marie Chapouton. Es ist faszinierend illustriert von Gerda Müller und erzählt die Zubereitung und Wirkung dieses Getränks.

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    Oft rufen mich die Mamas an, weil die “ALTEN” Tageskinder mich wiedersehen möchten. Das freut mich sehr.

    KATHARINA und VIKTORIA kamen zu mir auf Besuch. Jede brachte ihre Mama und ihren Bruder mit. Katharinas Bruder Nikolaus ist schon 7 Jahre alt. Er war nie mein Tageskind, genoß es aber sehr, beim Abholen seiner Schwester noch ein bißchen bei uns zu spielen.

    Viktorias Bruder, Sebastian, ist 2 1/2 Jahre alt und besucht eine Kindergruppe. Er kam auch gerne mit, wollte aber unbedingt vorher wissen, ob seine Mama fortgeht oder nicht.

    Die Mütter plauderten entspannt. Viktoria erzählte mir, ihr Zeichen im KIndergarten ist ein OSTEREI. Katharina hat das RAD und Sebastian den APFEL.

    Der große Hit waren unsere Hüpfmatratzen im Wohnzimmer. VIKTORIA meinte :”Woll ma wieder hüpfen, Kathi? Wir sind schon wieder ausgekühlt!”

    Ich sang und spielte mit den Kindern das Lied:

    “LASST DIE RÄUBER DURCHMARSCHIEREN,

    DURCH DIE GOLDNE BRÜCKE,

    DIE BRÜCKE IST GEBROCHEN,

    WIR WER´N SIE WIEDER MACHEN,

    AUS LAUTER GOLD UND EDELSTEIN —-

    DER LETZTE MUSS GEFANGEN SEIN!”

    Wir wechselten uns ab, beim “Brücke sein”. Wer gefangen wurde, war dann immer sehr spannend. “Noch einmal, noch einmal…

    Katharina lernte mir die moderne Vision des Liedes:

    “ZIEHET DURCH,

    ZIEHET DURCH DIE GOLDNE BRÜCKE.

    SIE IST ENTZWEI, SIE IST ENTZWEI,

    WIR WOLLN SIE WIEDER FLICKEN.

    DER 1.

    DER 2.

    DER 3.MUSS GEFANGEN SEIN!”

    Beim Verabschieden meinte Sebastian:”Ich will noch nicht nach Hause gehen, sonst ist die Tante Sissy alleine!”

    Juni 2009: Basti darf schon im großen Kindergarten schnuppern. Sein Zeichen ist die Zuckerdose!

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    NINA zeigte mir ihren 2 Monate alten Bruder NOAH. Ein süßes, zufriedenes Baby. Zuerst war sie etwas enttäuscht, daß HANNAH und DENISE auch bei mir waren. Dann schaute sie nach, ob ihre Lieblingsspielsachen noch an ihrem Platz sind.

    Natürlich fuhr sie mit dem “Puppenwagi” wieder nach Bankok zu ihrem Papa, der Pilot ist.

    Nach seiner ausgiebigen Mahlzeit schlief Noah in meinen Armen ein. Das war ein Kompliment! Nina und Hannah schmeckte die Tageskindersuppe. Später zeigte mir Nina stolz ihr Prinzessin Lillifee Unterleiberl:

    FLICKR-FOTO von Helga_ni.

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    EMILY kam mit ihrem Bruder ELIAS zu mir. Er war im Jänner ein Jahr und ist noch etwas unsicher beim Gehen. Emily kümmerte sich wie früher ganz lieb um unsere Schildkröten. Elias beginnt schon mit dem Eingewöhnen.

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    Am Mittwoch nachmittag freute ich mich auf PHILIPP und seinen kleinen Bruder LINO, der im August 2008 geboren ist. Sie brachten mir Blumen und ein Säckchen BACI= Schokolade-Bussis aus Italien.

    FLICKR-FOTO von Golden Puppy.

    Moritz und Daisy, unsere Schildkröten, bekamen Biosalat. Die beiden fraßen so genüßlich diese Köstlichkeit.

    Damit Johanna, die Mutter der beiden Buben gut zuschauen konnte, nahm ich Lino in den Arm. Er schmiegte sich an meine Schulter, als würden wir uns schon immer kennen. Es war so ein Geschenk für mich. Im September wird er auch mein Tageskind!

    Elisabeth.

    Heute, an einem sehr sonnigen Apriltag besuchte ich mit NINA und DENISE den Spielplatz im Schloßpark. Eine Frau kam mit ihrem ca. 2 jährigen Buben. Bald stellte sich heraus, daß sein Name ROMEO ist. Die Mama erzählte, daß im Kindergarten schon eine JULIA auf ihn wartet.

    Eine Oma spazierte mit ihrer Enkeltochter in den Park. Das war die blonde KÄTHIE, die mit ihren Eltern in Cork in Irland lebt.

    Sie wächst dreisprachig auf. Weil gute Kindergärten dort um die 900 Euro pro Monat kosten, kommt eine spanische Kinderfrau ins Haus. Mit der österreichischen Mama spricht Käthie deutsch und mit dem irischen Papa englisch.

    FLICKR-FOTO von Shal1. “Mizenhead”, County Cork, Irland im Mai 2005.

    In Cork gibt es keine Sandkisten auf den Kinderspielplätzen erklärte uns die Oma. Zum Glück hatte ich 4 Schauferln und genug Sandformen eingepackt. So genoß Käthie zum ersten Mal das Spiel im Sand. Die Kinder schaufelten begeistert. Die Jause schmeckte vorzüglich. Später wurden die Spielgeräte getestet.

    Weil Romeo´s Mama Bilder knipste und ich ihr meine Mailadresse gab, sehen wir vielleicht bald ein Originalfoto!

    Elisabeth.

    Weil das Enkelkind meiner Freundin sooo gerne Daal ißt, bat ich sie um ihr “Geheimrezept” und bot dieses Gericht auch meinen Tageskindern an. Die Reaktion war sehr positiv. NINA und SIMON aßen zu gleichen Teilen Gemüse und Würstel. Auch der grüne Salat mit Jungzwiebel kam gut an. Der klassische Daal wird mit Reis serviert. FLICKR-FOTO von Edie Mcredie.

    Hier ist das Originalrezept, dem ich nur das Lorbeerblatt zugefügt habe, es gehört für mich bei Hülsenfrüchten einfach dazu:

    ZUTATEN:

    • 1 Tasse Sojabohnen,
    • 2 Eßlöffel Butterschmalz,
    • 1 Zwiebel,
    • 1 Lorbeerblatt,
    • Gelbwurzpulver, Kreuzkümmel, Korianderpulver oder frische geschnittene Blätter,
    • Pfeffer und Salz.

    ZUBEREITUNG:

    • Die Sojabohnen (Man kann auch andere Hülsenfrüchte wie normale BOHNEN oder LINSEN nehmen) am Vorabend in 2-3 Tassen lauwarmen Wasser einweichen – über Nacht quellen lassen.
    • Am nächsten Tag wird zu den Hülsenfrüchten ein Lorbeerblatt, ein Teelöffel Gelbwurz und Pfeffer gegeben und das Ganze mehr als 1 Stunde gekocht – solange, bis die Sojabohnen weich sind. Erst dann gebe ich Salz dazu, weil meine Mutter sagt, daß sie sonst nicht weich werden.
    • Dann erhitzt man 2 Eßlöffel Butterschmalz, gibt die kleingeschnittene Zwiebel und 1 Teelöffel Kreuzkümmel dazu und röstet die Gewürze leicht bräunlich an.
    • Nun werden die Sojabohnen daruntergemischt, alles aufgekocht und mit Koriander bestreut.

    RECHT GUTES GELINGEN!

    wünscht Elisabeth.

    Schon öfters beobachtete die Sympathien der Kinder untereinander, oder das Verhalten meiner Kinder zu den Tageskindern. Immer wieder gab es unerklärliche Vorlieben oder Abneigungen, die sich mit der Zeit abgeschliffen haben.

    Diese Woche trafen HANNAH und mein Sohn THOMAS nach einigen Monaten wieder zusammen. Es war faszinierend wie die Verbindung einfach da ist. Wie wenn man die passenden Puzzlesteine zueinanderfügt.

    FLICKR-FOTO von ajgelado.

    Es ist so ein Verstehen, eine Harmonie zum Greifen.

    Als im Jahr 2001 Hannahs Schwester Sofie zu mir zum Eingewöhnen kam, protestierte sie sehr. Einmal war Thomas daheim und sie ließ sich wie selbstverständlich von ihm auf den Arm nehmen, trösten, ich war überflüssig geworden. Als ich den Raum verlassen wollte, fing sie zu weinen an. Also hatte ich doch eine Funktion für sie. Immer wenn sich die beiden in der nächsten Zeit sahen, war es so ein fröhliches Zusammensein.

    Eine Freundin bemerkte, als ich ihr davon erzählte:”Vielleicht haben sie sich schon einmal in einem früheren Leben getroffen!”

    Elisabeth.

    Momentaufnahme am Donnerstag:

    HANNAH blickt auf das Familienfoto im Eßzimmer:”Schau, Thomas!” sagt sie fasziniert und lächelt.

    Ich bin so gerne Tagesmutter aber vor allem natürlich die Mutter meiner Kinder:

    Mein Sohn THOMAS war sehr aufgeweckt und das erste Zeugnis in der Volksschule wies nur Einser auf. Das war eine Freude!!!

    Unser zweites Kind, MARKUS, war ausgeglichen, zufrieden, ein Sonnenschein. In der Schule tat er sich nicht leicht. Erst in der zweiten Klasse wurde Legasthenie festgestellt.

    ***

    LEGASTHENIE= Schwäche im Erlernen des Lesens und orthograph. Schreibens bei vergleichsweise durchschnittlicher oder sogar guter Allemeinbegabung des Kindes. Diese äußert sich zum Beispiel in der Umstellung und Verwechslung einzelner Buchstaben oder ganzer Wortteile.

    Bei frühzeitiger Hilfe, wie

    • Aufmerksamkeitstraining,
    • systematische Verbesserung des Sprachvermögens,
    • intensives Üben,
    • fortwährendes Wiederholen des im Rechtschreibunterricht Gelernten,
    • ständige Ermutigung und
    • Vermittlung von Erfolgserlebnissen,

    kann die Lernstörung nach und nach abgebaut werden.

    - QUELLE: Brockhaus.

    ***

    Markus und ich haben sehr viel miteinander geübt. Das Schöne war, daß wir immer einen guten Weg zusammen gefunden haben.

    Er besuchte die Hauptschule und war ein fleissiger Schüler. Danach wechselte er in die 5-jährige Forst-und landwirtschaftliche Schule. Beim ersten Sprechtag schaute es nicht so gut aus. Aber die Professoren waren ausgezeichnet und die Matura gelang.

    FLICKR-FOTO von Franz St.— Forst vom Haus Esterhazy im Burgenland

    Weil mein Sohn dann erkannte, daß die Wald- und Forstwirtschaft doch nicht zu seinem Traumberuf gehörte, absolvierte er noch ein 2-jähriges Hochbaukolleg auf der HTL und wurde INGENIEUR.

    Die nächste Ausbildung, die er anstrebte, war ein 1-jähriger Kurs neben seinem Job als Bautechniker. Die abschließende BAUMEISTERPRÜFUNG schaffte er mit Bravour.

    Dann besuchte er eine 2-jährige Fachhochschule mit Semesterabschluß – Prüfungen in Leipzig.

    Gestern war das Fest seiner Sponsion. Mein WUZI ist Diplomingenieur geworden!

    FLICKR-FOTO von Milliron.

    Weil ich weiß, wie schwierig es ist, ein Kind durch die Schulzeit zu begleiten, das es nicht so leicht hat. Und weil ich sehr stolz auf meinen Sohn bin, schrieb ich diesen Artikel. Vielleicht kann ich auch jemandem Mut damit machen.

    Ein Kind entwickelt sich wie eine Blüte mit unendlichen Möglichkeiten und Chancen…

    Elisabeth.

    • HANNAH: “Mein Brot! Simon nicht haben!” (Er hatte es ihr am Vortag einfach weggegessen!) Als ich Simons Jausenbox öffne, sieht sie sein Brot:”Darf ich Stücki Brot, Simon?” Er ist ein gutmütiger Kerl und bejaht natürlich. Hannah meint nach dem Kosten:”MMMHMM Wursti, guuut!”
    • Wem was gehört, ist Thema zur Zeit. SIMON meint streng:”Na, des khert MEINER!”
    • Denise ist schon mehr als eine Woche auf Urlaub. Plötzlich verkündet NINA:”Ich ruf die Nis an!”
    • HANNAH schaut SIMON bewundernd an und fragt ihn:”Bist du ein Mann?” SIMON meint:”Ich bin ein Engel!” und faltet die Hände. Beide tanzen im Kinderhaus am Spielplatz.
    • SIMON kommt am Morgen mit einem schwarz-roten Sportflitzer-Matchboxauto. “Des khert HANNAH!” verkündet er. “Hast du sie so lieb?” frage ich ihn.”JA!”sagt er sofort.
    • “Marille hat Kern!” stellt HANNAH fest. “Schaut her, der Apfel hat kleine Kerne” erkläre ich den Kindern. “Käse nicht Kern?”fragt mich Hannah später.
    • SIMON rutscht der Schnuller beim Sprechen aus dem Mund und landet unter dem Kindertisch. Er fragt mich:”Wo mein Lula?” Ich antworte mit einer Gegenfrage:”Ist er fortgeflogen?” Simon erklärt mir: “Naa, Mamma Batterie aussa!”
    • HANNAH sagt zu Simon:”Ich bin König, du Prinz!”
    • Später erzählt sie:”Ich bin ein KIND, du Tante Sissy?(bin ich schon neutral?) Papa ist ein Bub. Mama ist ein Mädi. Fie(Sofie) ist ein Kind.” SIMON meint dazu: “Genau!”
    • SIMON räumt das Spielzeugkastel aus und findet ein kleines Huhn. Er ruft mir zu: “Schau, Pippahendal haumma do!” Das Wort erinnert mich sehr an meine Kinderzeit:

    “Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen. Wir hatten öfters kleine Kücken, die in einer Art Brutapparat aufgezogen wurden. Als ich vor etlichen Jahren im Tiergarten Schönbrunn war, entdeckte ich im Tiroler Bauernhof viele Kücken in einer großen Holzkiste. Schon der Duft berührte mich sehr. Mein Mann hatte Mühe, mich von diesen Kindheitserinnerungen wegzubringen.”

    FLICKR-FOTO von werklife.
    Elisabeth.

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    Heute, am 17.05.09 war ich nach langer Zeit wieder im Schönbrunner Tiergarten. Natürlich schaute ich im Erdgeschoß des Haidhofes nach, ob es PIPPIHENDERLN gibt. Sie sind jetzt toll installiert.

    Neben der großen Infotafel:”VOM EI ZUR HENNE” sind ein Brutapparat, vollgefüllt mit Hühnereiern und drei Ställe mit Kücken in verschiedenen Größen unter den Wärmelampen zu betrachten.

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