• Adrian, Raphael und ich gingen in die Putzerei. Das Wagerl mit Raphael ließ ich in der Türe stehen. Die Verkäuferin meinte zu Adrian:“ Hier ist ein Zuckerl für Dich und für deinen Bruder gebe ich dir auch Eines.“ Adrian steckte das zweite Zuckerl in die Tasche – daheim hatte er ja wirklich einen Bruder, der gerade in der Schule war! Wir bekamen dann noch ein Gummibärli für Raphael. So war die Welt wieder in Ordnung.
  • Als ich mit den drei Kindern auf dem Gemeindeamt bin, sagt der Schalterbeamte:“Den Kindern geht es aber gut!“ Ich antworte, „Ich bin die Tagesmutter und mache Alles, damit sie sich wohlfühlen, sonst geht es mir auch nicht gut!“
  • Laura und Marlies streiten um den rosa Topf im WC. Marlies resigniert und setzt sich auf den Lilafarbenen. Dann beginnen Nic und Laura um den rosa Topf zu kämpfen. Irgendwie sieht Nic dann ein, daß er ihn sowieso nicht braucht. Letztendlich sitzen die Mädchen auf den Töpfen und Nic auf dem geschlossenen WC und plaudern.
  • Wir backen Dinkelherzen. Ein großes für Mama, ein großes für Papa und kleine Herzen für die Kinder. Alle sind begeistert bei der Sache. Laura legt auf das Herz für ihre Mama viele Walnußhälften. In Papa´s Herz steckt sie Kürbiskerne und auf ihr kleines Herz legt sie Sonnenblumenkerne. Leonard macht für Papa einen Kran aus Nüssen und Kernen. Bei Caroline ist alles bunt gemischt.
  • Julian und ich sind mit einem fremden Buben bei der Sandkiste im Park. Ich spreche von BOB, dem Builder. Der Bub meint, es heißt BOB, der Baumeister. Als ich ihn frage, ob er das Lied auch singen kann, beginnt er gleich: „BOB DER MEISTER…. können wir das schaffen?!JA, wir schaffen das!“ Ich applaudiere. Dann ersuche ich Julian, der einen englischen Papa hat, die englische Version zu singen: „BOB THE BUILDER, … can we fix it? Yes, we can!“ Er bekommt natürlich auch einen Applaus.
  • Heute hat Clare das erste Mal bei mir gegessen. Von der Hühnersuppe war sie begeistert. Nachher schauen wir ein Bilderbuch an. Clare bewegt ihre kleine Hand in meiner- sie ist schon müde. Ihr Mutter erklärt mir dann, das nennt man „wurmen“. Und so lerne ich nie aus.
  • Als Hanna gebracht wurde, wollte ich die Tageskinder fotografieren.Weil es so schwierig ist, sie gut am Bild zu haben, breitete ich die dicke Decke vor der Eingangstüre aus. Nikolaus und Viktoria setzten sich bereitwillig darauf. Hanna legte sich so auf den Boden, daß nur ihre Füße im Vordergrund sind. Ein etwas anderes Foto!
  • Eines Tages fragte mich meine Nachbarin, die einen Bürojob hat:“Sie gehen immer so stolz mit ihren Tageskindern spazieren, könnte ich das auch machen?“ Als sie die Informationsmappe gelesen hatte, überlegte sie es sich doch und blieb bei ihrer Firma.

Elisabeth.