– sind meine Tageskinder im wahrsten Sinne des Wortes. Ich betreute schon Nachbarskinder, die sich aber dann bei mir gar nicht sahen, weil die Eltern verschiedene Betreuungstage brauchten.

  • Schon beim Eingewöhnen können Funken sprühen. Aber meistens werden neue Kinder schnell in die Gruppe aufgenommen. Das sieht man am besten, wenn man mit ihnen das Haus verläßt. Wie die „Großen“ ganz fürsorglich aufpassen, daß wir den „Kleinen“ nicht verlieren.
  • Auch unser Hund Billy ist total engagiert, wenn jemand Neuer kommt. Er muß zuerst die fremden Gerüche einordnen und bleibt dann auf jeden Fall in der Wohnküche um „Zuzuhören“.
  • Andererseits hatte Kathi, Laura´s Mama, oft den Eindruck, er will nicht, daß sie ihr Kind wieder abholt. Er bellte oft ganz vehement. Er protestiert sozusagen, wenn jemand von „seinem Rudel“ entfernt wird.
  • Emily (2 1/2 Jahre) und Leon (fast drei Jahre) brauchten einige Zeit, um gemeinsam Spaß zu haben. Sie schauten sich oft so ernst bis finster an, manchmal wollte einer dem anderen das Spielzeug wegnehmen. So auf der Hut zu sein, war ziemlich anstrengend für mich. Emily hatte einen Bruder bekommen und ihr Opa war gestorben, das machte die Situation auch nicht einfacher. Eines Tages hörte ich, wie Emily zu Leon sagte, „Soll ich jetzt rübergehen, oder nicht?“ er gab ihr seine Anweisungen. Das war eine Erleichterung für mich! Und als krönenden Abschluß begannen sie gemeinsam „BRUDER JAKOB“ zu singen!
  • Viktoria war ein Einzelkind. Als sie zu uns kam war ihr sofort bewußt, daß das Lernen für sie bedeutet. Und sie wollte es so gerne! Zur Jausenzeit aß sie am Anfang alleine beim großen Tisch. Die übrigen Tageskinder genossen das Essen beim Kindertisch. Sehr bald setzte sie sich dazu.

Flickr Foto von werklife.

  • Johanna kam nach dem Kindergarten zu uns. Wenn sie die kleinen beim Essen beobachtete, merkte ich, daß ihr „grauste“. Wir lösten es dann so, daß sie im Kindergarten ihr Mittagessen bekam. Johanna ist sehr begabt und ich bin überzeugt, sie wird einmal Schauspielerin. Daß es bei mir so viel Publikum gab, freute sie schon!
  • Nikolaus und Katharina sind da. Dorothea kommt zum Eingewöhnen. Ich setze sie in ihr Wagerl um einen kleinen Spaziergang zu machen. Katharina nimmt ihren Schnuller, weil sie sich ausrasten will und setzt sich in Ihren Buggy. Sie fragt mich:“ GEHT DIE DA AUCH MIT?“ Als ich bejahe, meint sie: „UND WIE MACHMA DES?“ Auf Dorothea´s Wagerl kann sich hinten jemand raufstellen. Und so klappte es gut.
  • „Die braucht morgen nicht mehr kommen!“ Stellt MAXIMILIAN fest, nachdem ihm HANNAH etliche Kuchen in der Sandkiste zerstört hat. Als es um das Schuheausziehen bei der Hupfmatratze geht, zieht er Hannah sogar eine Sandale aus, NINA nimmt die Zweite. Also können meine Tageskinder VERZEIHEN! Das ist super!

Elisabeth.