Dann mußt du einige Dinge bedenken:

  1. DU HAST ZWAR KEINEN CHEF, aber Du mußt nicht nur zu DeinemTageskind, sondern auch zu dessen Eltern und Großeltern ein gutes Verhältnis aufbauen!
  2. DU ÜBERNIMMST EINE RIESENGROßE VERANTWORTUNG, weil Du auf das Kostbarste achtgibst, das die Eltern besitzen.
  3. DU WIRST NICHT REICH AN VERMÖGEN, weil Du nicht so viel Nervenkraft hast, wie Du in diesem Fall Kinder beaufsichtigen müßtest.
  4. DU MUßT VIELES HERBORGEN. Nicht nur Deine Wohnung oder Deinen Garten, es kann sein, daß Dein Tageskind zum Einschlafen Dein Ohr halten will.
  5. DU MUßT NICHT NUR JEDEN TAG EIN MENUE BEREITSTELLEN, es sollte auch für jedes Tageskind etwas dabei sein, was ihm gut schmeckt!
  6. DU MUßT AUF ALLES GEFAßT SEIN! Es gibt gut eingewöhnte Kinder, die am Morgen furchtbar weinen, weil sie nicht bei Dir bleiben wollen.
  7. DU MUßT FLEXIBEL SEIN, WIE EIN GUMMIBAND. Besonders wenn Du so wie ich, nicht gut „NEINSAGEN“ kannst! Es gibt immer wieder andere Bedürfnisse, auf die du eingehen sollst: Jobwechsel der Mutter, ein Geschwisterchen kommt…
  8. DU MUßT AUF DEINE PLÄNE VERZICHTEN KÖNNEN! Wenn du auch noch einkaufen gehen willst, kann es sein, daß eines Deiner Tageskinder partout nicht fortgehen möchte. Wie es Julian am ersten Tag nach seinem „Kranksein“ so lieb formulierte: „Bin ich müde, LEIDER, mag nicht rausgehen, LEIDER!“ Heute wollte Dorothea nicht bei mir bleiben. Ihre Mama bereitete mich schon vor, als sie erzählte, wie schlecht die Kleine geschlafen hatte. Alle meine Vorschläge lehnte sie ab. Einen Spaziergang mit Billy wollte sie dann schon machen. Sie konnte sich dabei im Wagerl ein bißchen ausruhen. Zum Glück hatte ich schon fertiggekocht. Das frische Grün tat uns allen gut. Beim Heimgehen sang sie mir schon Lieder vor.
  9. DU HAST KEINE FIXEN ARBEITSZEITEN:
  • Das Kind kann krank werden und die Eltern erfahren es auch erst am Morgen! Es kommt also überhaupt nicht.
  • Die Oma benachrichtigt dich nicht, daß das Kind bei ihr bleibt, und daher gar nicht zu Dir kommt!
  • Das Abholen verzögert sich, weil
  1. die Mama steht eine Stunde auf der Tangente im Stau.
  2. der Onkel vergißt das Kind abzuholen.
  3. Die Oma kommt vom Supermarkt nicht weg.

Foto von PhilipBouchard(Flickr)

************

ABER EINES IST BOMBENSICHER:

ALLES, WAS DU AUF DIESES „SPARBUCH TAGESKIND“ EINGEZAHLT HAST, BEKOMMST DU MIT REICHLICHEN ZINSEN ZURÜCK!!!

Joberfahrungen von Elisabeth.

****

P.S. Als ich RAPHAEL, der vor 7 Jahren mein Tageskind war, und seine Eltern treffe, meint die Mutter:“ Er hatte seine beste Zeit bei Ihnen!“Dann erzählt sie von den verschiedenen Erfahrungen in Kindergarten und Schule.