KREATIVITÄT ist ein ganz wichtiger Punkt beim Begleiten der Tageskinder. Sie bringt so viel Freude, Bestätigung und dann auch Anerkennung für die Kinder und letztendlich auch für mich.

  • Auch die „Kleinsten“ können schon auf unseren kopierten Malbuchseiten die verschiedenen Buntstifte ausprobieren.
  • Sehr effizient ist das Wasserfarbenmalen mit mittlerem Borstenpinsel. Ich liebe es, zu beobachten, wie verschieden die Meisterwerke werden. Sehr oft war bei mir die Premiere. BENJAMIN malte damals ganz begeistert und als Professorenkind gelang ihm sogar eine EINS!!!
  • Ein großer Hit ist Briefe schreiben. Die Kinder gestalten ein Blatt, ich falte es und stecke es in ein neues Kuvert. Sie kleben es dann zu und beschriften es. Wir haben auch Stempel und Pickerl. Ganz stolz wird der Brief dann den Eltern überreicht.

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  • Anfang Februar beginnen wir mit dem Aussäen der Tagetes-Samen für den Muttertag.
  • Das geht sich dann gut aus, daß vor dem Muttertag die erste Blüte aufgeht. Die kleinen Pflänzchen werden dann immer brav gegossen. Viele Kinder fasziniert das schnelle Wachstum. Sonnenblumenkerne sind der Renner. Sie keimen so kraftvoll und schnell.

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  • Im März beginne ich mit dem Eierausblasen. Wenn man weisse Eier bekommt, wirken manche Farben viel schöner.

FLICKR-FOTO von cobalt123.

Als ich für den Kuchen die Eier ausblase, schauen die Tageskinder ganz begeistert zu. Bei einem kommt zuerst nichts raus. SIMON meint:“OJE, das ist leer!“

Heuer hatten wir nur braune Eier. Ich sammle schon einige Zeit vorher die leeren Eierkartons, damit die Kunstwerke gut daheim ankommen. Ich stecke durch ein ausgeblasenes Hühnerei einen Metall-Fleischspieß. Diesen stecke ich in einen umgedrehten 10-Eierkarton. So ist das Bemalen mit dem schmalen Borstenpinsel relativ einfach. Wenn eine Seite fertig ist, wende ich das Ei.

Jedes Kind bemalte heuer ein Ei mit Goldfarbe, das wirkte mit dem goldenen Aufhängeband recht elegant. NINA bevorzugte die Wasserfarben mit Deckweiss, weil es da mehr Auswahlmöglichkeiten gibt. Ich suche dann die passenden Bänder aus und ziehe sie in der richtigen Länge mit einer Metallhäkelnadel durch das Ei. Die Masche am unteren Ende macht sich hübsch und hält das Ei fest.

HANNAH greift zum Kindertelefon und wählt eine Nummer:“ Hallo, ich hab Mama Ei malt! TSCHÜß!“

Sie kommentiert das Bemalen der ausgeblasenen Eier:“Jetzt simma Osterhasen!“

ELIAS erzählt vom Osterfest daheim:“Osterhase mir die Werkbank neu gebringt!“

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  • Im April beginnen wir die Tontöpfe mit Lackfarben zu bemalen. Am Boden des Topfes schreibe ich immer den Namen des Kindes. Die Mütter sind ganz gerührt, wenn sie dieses Muttertagsgeschenk, bepflanzt mit den inzwischen blühenden Tagetes,  bekommen.
  • Meistens mache ich auch um diese Zeit Fotos von den Tageskindern. Wir gestalten dann ein Kuvert für den Muttertag.
  • Voriges Jahr verzierten die Kinder aus Ton ausgestochene Herzen für ihre Mütter. Es war faszinierend, wie verschieden , je nach Temperament, die Herzen gestaltet wurden. Bei der Übergabe sagte NIKOLAUS ganz stolz zu seiner Mama:“Ich hab´ein Herz für dich gemacht!“
  • Heuer bekam ich spät aber doch Ton von meiner Töpferfreundin. Eigentlich war den Kindern der Ton zum Kneten zu glitschig, aber den Handabdruck wollten alle gerne für Ihre Eltern machen. LEON meinte nachher sogar:“DAS IST ABER LUSTIG!“

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  • Dann kommt die Zeit, wo die SANDKISTE eine enorme Anziehungskraft hat. Wenn es warm ist, und es gibt noch Wasser zu „Gatschen“ ist der Kreativität keine Grenze gesetzt. Ich spiele auch sehr gerne mit dem Sand. Zu Beginn wird einmal für jedes Kind etwas zum „Zerstören“ gemacht. Das ist wie ein geliebtes Geschenk. Wenn ich dann selbst etwas entwerfe, spüre ich die Aufmerksamkeit der Kinder. Beim Sandspielen kann man genau die Persönlichkeit und den Entwicklungsstand beobachten. LARA schaufelte so gerne. Sie bewegte so viel in kürzester Zeit, ein sehr fleißiges Kind. Andere Kinder lassen lieber arbeiten. Wenn sie dann nach vielem Üben das gewünschte Stück aus der Form bekommen, sind sie sehr stolz und oft applaudieren wir einfach.
  • Meistens bei Schulbeginn fallen die Kastanien herunter. Ganz gierig sammle ich die, die noch in den grünen Schalen sind und trage sie heim. Fasziniert beobachten die Tageskinder, wenn wir sie gemeinsam auspacken. Wie sie glänzen, wie schön sie anzugreifen sind! FLICKR-FOTO von cre8ive-M.
  • Mit den größeren Kindern bastle ich Tiere, meistens Igel. Mit einem dünnen Fleischspieß steche ich die Löcher für die Zahnstocher vor.
  • Im Herbst sammeln wir Blätter, die ich in einem Telefonbuch trocknen lasse. Ob weisses, braunes oder grünes Papier, so ein mit Blättern beklebtes Blatt schaut immer schön aus.

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  • Ende November wird Lebkuchen geknetet und ausgestochen. Rezept siehe „Etwas Süßes“- Bewaehrtes Lebkuchenrezept.
  • Schon viele Jahre gestalten die Tageskinder ein Geschenksackerl für die Eltern. Einige Jahre verschönerten wir das Papier dafür mit Kartoffeldruck. Heuer nahmen wir Schablonen und Buntstifte. NINA, die nicht gerne malt, nahm weihnachtliche Pickerln. Inzwischen habe ich schon einen guten Schnitt. (Länge 22 cm, Höhe ca. 20 cm, Breite 8 cm)

FLICKR-FOTO von ropeindia.

„DAS SACKLPICKEN“ wie es mein Vater nannte, war eine Herausforderung für mich, aber inzwischen kann ich es schon recht gut. Natürlich könnte man auch fertige, weisse Sackerln verwenden. Die Löcher werden mit dem Locher ausgestanzt und die Kinder fädeln zum Abschluß die Tragebänder ein.

  • Im Advent lasse ich den Kindern eine Kerze aussuchen. Die verzieren wir dann mit ausgestochenen Motiven aus Plattenwachs. Schon über einen kleinen Stern freuen sich die Eltern. HANNAH war sehr ausdauernd:“Den auch, den auch….“ meinte sie beim Aussuchen der Sterne. Als SIMON seine warme, große Hand über die Motive legte, bügelte er sie richtig auf.

Elisabeth.