Zur Zeit betreue ich sieben Tageskinder. Nicht alle gemeinsam, sondern nach meinem Wochenplan, maximal drei Kinder zur gleichen Zeit. Jedes für sich ist ein Original, ein besonderes, liebenswertes Einzelstück:

FLICKR-FOTO von Saki.

MAXIMILIAN, 4 Jahre alt, ist ein Einzelkind. Er ist fast immer sehr rücksichtsvoll, wenn es drauf ankommt, besonders zu kleineren Kindern, nachgiebig, kennt sich sehr gut mit Tieren aus, weil er selber Meerschweinderln hat, liebt Tiere und Blumen. Er hat ein großes Herz und teilt gerne. Er liebt gutes Essen. Maximilian ist für Bewegung immer zu haben, gibt auf jeden Fall 100%. Er ist ein gut trainierter Fußballspieler.

Am Freitag sagte er einfach so zu mir:“Ich hab´dich so sehr gerne!“

BENJAMIN, 3 1/2 Jahre alt, hat zwei größere Brüder, die schon zur Schule gehen und auch meine Tageskinder waren. Er ist feinmotorisch sehr geschickt, weiß viel mehr, als man ihm zutraut, kann super kraxeln. Er teilt nicht so gerne, was wir bei der Vormittagsjause oft machen, damit Jeder die Jause des Anderen kosten kann. Benjamin versteckt sich leidenschaftlich gerne. Das letzt Mal im Park stand er so lange ruhig hinter einem Baum, daß ich schon in Sorge war. Er mag auch gerne mit Puppen spielen. Er ist kein Plauderer. Als ich ihm das Abschiedsgeschenk geben möchte, meint er nur:“OK!“

LEON, 3 jahre alt, hat einen großen Bruder, der auch mein Tageskind war. Er ist Auto- und Zug Experte, kann super aufräumen, mißt gerne seine Kräfte. So untertags fragt er öfters, „Wo ist meine Mama, wo ist mein Papa?“ wenn ich dann antworte, „Deine Eltern sind in der Arbeit,“ sagt er nur „Ah so!“ und ist zufrieden. Er kann schon länger fehlerfrei „Alle meine Entlein“ auf dem Xylophon spielen. Beim „Üben“ auf der Mundharmonika hören wir ihm gerne zu. Er liebt es im Freien zu sein. Wenn er müde ist und wir auf die Eltern warten, hilft es sehr, wenn wir zusammen etwas Musikalisches machen.

EMILY, fast 3 Jahre alt, hat im Jänner einen kleinen Bruder bekommen. Sie spricht perfekt, singt sehr gerne und beherrscht viele Texte. Mit Dorothea besucht sie eine Kindersinggruppe. Genießt es noch sehr im Wagerl zu sitzen. Übt auch Teilen bei der Jause und akzeptiert es als Tauschgeschäft. Emily hat sich schon gut an Leon gewöhnt. Sie kann super delegieren. Wir haben schon viel zusammen gelacht. Sie ist eine „Schildkrötenmutter“ und findet Daisy immer. August 2008: Emily hat sich motorisch toll entwickelt. Sie kann jetzt mit ihren drei Jahren allein in die eingedrehte Schaukel klettern. Das bewirkte eine Schaukel in ihrem Garten daheim! Ich bin sprachlos!

NINA, 2 3/4 Jahre alt, ist ein Einzelkind, spielt sehr gerne mit Puppen und Autos, ist sehr temperamentvoll, energiegeladen, feinmotorisch sehr geschickt, man kann gut lachen mit ihr. NIna kennt viele Liedertexte und singt auch gerne vor. Sie räumt perfekt auf, wenn es sein muß. Liebt es am Spielplatz zu schaukeln, besucht mit Benjamin das Kinderturnen. Nina ist super beim Memoryspiel und liebt Billy, unseren Hund sehr. Das Eigenschaftswort, das perfekt zu Nina paßt heißt: „backschierlich“- ein zartes, selbstbewußtes Persönchen mit vielen Ideen, Charme und Raffinesse.

DOROTHEA, 2 1/2 Jahre alt, hat eine große Schwester, die zur Schule geht und beinahe mein Tageskind geworden wäre. Jetzt wird mir bewußt, wie jung sie eigentlich noch ist. Dorothea ist ein großes, kräftiges Kind und in dem Fall wird so leicht mehr gefordert. Sie war immer der ruhende Pol, beim Eingewöhnen von Leon zum Beispiel, der schon kräftig protestieren konnte. Dann kam eine überraschende Phase, wo sie gar nicht bei mir bleiben wollte. Jetzt gefällt es Dorothea wieder gut. Sie liebt es, zu basteln oder Briefe zu schreiben. Schon am Anfang ihres Kommens bemerkte ich ihre Musikalität. Wenn ich ein Lied vorsang, summte sie es nach einiger Zeit fehlerfrei. Sie hat ein sonniges, ausgeglichenes Wesen.

PHILIPP, 2 Jahre alt, hat zwei große Schwestern. Eine besucht den Kindergarten, für die ich damals keinen Platz hatte. Die große Schwester geht schon zur Schule. Im Sommer bekommt er einen kleinen Bruder. Er ist unser Jüngster, keinesfalls zu unterschätzen. Er beobachtet gut und ist motorisch super entwickelt. Philipp ist eher vorsichtig, weiß aber genau, was er will. Er ist das erste Tageskind, daß bei mir alleine den Matchbox – Autokoffer wieder perfekt eingeräumt hat. Ich staunte nur, als ich ihn letzten Freitag beobachtete.

Elisabeth.