SIMON und HANNAH genießen ihren Urlaub. Deshalb wanderten DOROTHEA und ich heute zur Tierweide. Es war mildes Herbstwetter ohne Sonnenschein. Dorothea erzählte mir zuerst, „Der Papa ist mit dem Hubschrauber gefliegen!“, dann sang sie fast den ganzen Weg Kinderlieder wie ein Potpourri:

HOPP, HOPP, HOPP, PFERDCHEN HOPPALOPP…

Neben dem Waldweg fand ich ein leeres Schneckenhaus. Dorothea nahm es ganz vorsichtig in die Hand. „Wo ist der Schneckenkopf?“ fragte sie mich.

Wir begegneten etlichen Hunden im Wald. Die saftige Birne schmeckte uns gut. Weil alle Bänke noch ganz naß vom Tau waren, aßen wir im gehen unsere Jause. Bald sahen wir die eingezäunte Weide mit den Eseln, Schafen und Ziegen.

FLICKR-FOTO von nbraier.

Ich pflückte Schafgarben, Klee, Hahnenfuß und die zarten, blaslila Disteln, die jetzt blühen. Die schwarz – braun – weiß gescheckte Ziege mit der kleinen Glocke wollte gleich gefüttert werden.

Die Ziege schnupperte,

knabberte und als die ganze Blume in ihrem Maul war,

machte sie mit ihrem Kopf einen kräftigen Ruck,

sodass die ganze Pflanze auf ihre Seite des Weidezaunes kam.

Wir gingen die eingezäunte Weide entlang und beobachteten die Tiere, wie sie zufrieden grasten.

Ein braunes „Wollschaf“, wie Dorothea es bezeichnete, hatte auch Hörner ähnlich den Ziegen. Die großen Tiere hatte alle Glocken umgebunden. Es war ein friedliches Gebimmel, nur unterbrochen vom Blöcken der Schafe auf der großen Wiese.

Auf einmal vertrieb der Eselmann die Schafe von ihrem Wiesenstück. Sie wichen schnell aus.

Dorothea war sehr vorsichtig. Erst nach einiger Zeit schaffte sie es, der Ziege eine Blume am langen Stengel durch den Maschenzaun zu geben. Dann aber freute sie sich so sehr, ihre Augen strahlten und sie klatschte in die Hände.

Dank der Regenhose konnte der Spielplatz auch genutzt werden. Dorothea hatte eine kleine Zuschauerin, die nicht so gut ausgerüstet war. Das Balanzieren, Rutschen und Schaukeln machte viel Spaß.

Obwohl wir das Kinderwagerl mitgeführt hatten, marschierte Dorothea den langen Weg bis nach Hause.

****

Heute, am 12.05.09 war nur HANNAH bei mir. Sie war schon bei der „Übergabe“ nicht so gut drauf und hatte den Schnuller im Mund. Gerne schrieb sie eine Blumenkarte mit Kuvert für ihre Schwester. Dann machten wir uns trotz bedecktem Himmel auf den Weg zur Tierweide am Liechtenstein.

Wir wanderten ganz allein am Waldweg und Hannah fiel plötzlich ihre Mama ein. Sie begann zu weinen. Zum Glück entdeckte sie viele Weinbergschnecken am Wegrand.

FLICKR-FOTO mit freundlicher Erlaubnis von KatharinaJeger.

Einige setzten wir auf  nasse große Blätter ins Wagerl. Das lenkte HANNAH  gut ab und bald hatten wir die große Wiese errreicht. Schon von weitem sahen wir die zwei Esel vor dem Stall. Auch die Ziege kam ganz neugierig daher.

Ein Mann mit jungem Hund plauderte mit uns. Später am Spielplatz genoß Hannah die große Sandkiste. Begeistert kochte sie Pudding für mich. So verging der Vormittag schnell und vor dem Mittagessen wurde Hannah von ihrer Mama abgeholt.

Elisabeth.