Dieses schon so oft ausprobierte Rezept kommt auch ursprünglich aus der Steiermark. Pepi, unsere umsichtige Gastgeberin am Bauernhof, hat es mir verraten:

ZUTATEN:

  • 50 d. Roggenmehl,
  • 2 Kaffeelöffel Natron,
  • 10 d. Butter,
  • 40 d Honig,
  • 2 Eier,
  • 1 p. Lebkuchengewürz,
  • 1 Prise Salz.

ZUBEREITUNG:

  • Mehl, Natron und Butter gut abbröseln, die restlichen Zutaten zugeben
  • und gut verkneten.
  • Den Teig über Nacht im Kühlschrank rasten lassen.
  • Er hält sich sicher eine Woche. Ich nehme dann immer was ich gerade brauche –
  • für jedes Tageskind erst einmal eine Handvoll zum Kneten.
  • ZUERST HÄNDEWASCHEN UND ÄRMEL AUFSTRICKEN!!!
  • Das Tolle ist, daß sich dieser Teig wie Plastillin anfühlt und so verarbeiten lässt. Ich habe dann kleine Teigroller und lustige Ausstechformen, die ich austeile.
  • Die Teigstücke rollen wir auf ca.2-3mm Dicke aus.
  • Das Backblech wird mit Backpapier ausgelegt und mit Namensschildchen versehen.
  • Die ausgestochenen Teigstücke lege ich dann mit etwas Abstand auf.
  • Bei ca. 175 Grad backen, nicht zu braun, sonst wird er sehr hart!
  • Ungefähr nach 6 – 10 Minuten sieht man schon, wie sich die Gebäckstücke verdoppelt haben – da wird schnell ein Sessel zum Backofenfenster gerückt und einer nach dem anderen darf reinschauen.

FLICKR-FOTO von hddod.

Und erst der Duft im Raum!
Schon dashalb backe ich leidenschaftlich gerne!

Ganz stolz präsentieren die Tageskinder ihre Produkte den Eltern. Bis jetzt hat sich jeder gefreut und den Geschmack gelobt!

Eine Variante, die ich auch schon öfters probiert habe:

LEBKUCHENWÜRFEL mit Schokoglasur

Wenn fertiger Teig überbleibt, rolle ich ihn auf ca. 2 mm Dicke aus. Dann bestreiche ich die Hälfte mit einem dickflüssigen Gemisch aus Marmelade und gehackten Nüssen, schlage die unbestrichene Seite darüber und backe diese gedeckte Schnitte. Nach dem Überkühlen schneide ich kleine Würfel und überziehe sie mit Schokoglasur.

TIP zur LAGERUNG:

Damit der Lebkuchen nicht hart wird, backe ich ihn nicht sehr „braun“.In die Blechdose gebe ich zur Hälfte gefüllten und glasierten Lebkuchen, in die andere Hälfte schlichte ich die normalen ausgestochenen Stücke. So findet ein Feuchtigkeitsaustausch statt und jede der beiden Sorten ist saftig und weich.

GUTES GELINGEN WÜNSCHT

Elisabeth.

8.11.2004:  Wir backen Lebkuchen: MARLIES, JULIAN und LAURA. Jedes Tageskind hat ein Blech mit beschriftetem Papier. Ich komme fast nicht nach, wie tüchtig  sie schon auswalken und die Kekse ausstechen. Dann backe ich und nach dem Auskühlen kostet jeder seinen Lebkuchen.

Auf einmal wird mir bewußt, daß ich ja gar keine Kekse habe. Zuerst lassen mich die Kinder riechen, dann darf ich abbeissen. Schließlich schenkt mir Marlies einen Schmetterling!

****

P.S.:Nicht sehr appetitlich, aber treffend – der Ausspruch von ADRIAN: „Tante Sissy, ich hab´Hundegacki gmacht!“