Ich bin so gerne Tagesmutter aber vor allem natürlich die Mutter meiner Kinder:

Mein Sohn THOMAS war sehr aufgeweckt und das erste Zeugnis in der Volksschule wies nur Einser auf. Das war eine Freude!!!

Unser zweites Kind, MARKUS, war ausgeglichen, zufrieden, ein Sonnenschein. In der Schule tat er sich nicht leicht. Erst in der zweiten Klasse wurde Legasthenie festgestellt.

Ich erinnere mich noch gut, wenn wir zusammen beim Küchentisch saßen und „Aufgabeschreiben“ angesagt war:  MARKUS schaute mit seinen großen, blauen Augen herum und ich spürte, daß er mit seiner Aufmerksamkeit schon im Park beim Radfahren mit seinen Freunden war. Fast immer packten wir uns dann zusammen und legten eine längere PARKPAUSE ein. Danach wurden die Hausaufgaben fertiggemacht.

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LEGASTHENIE= Schwäche im Erlernen des Lesens und orthograph. Schreibens bei vergleichsweise durchschnittlicher oder sogar guter Allemeinbegabung des Kindes. Diese äußert sich zum Beispiel in der Umstellung und Verwechslung einzelner Buchstaben oder ganzer Wortteile.

Bei frühzeitiger Hilfe, wie

  • Aufmerksamkeitstraining,
  • systematische Verbesserung des Sprachvermögens,
  • intensives Üben,
  • fortwährendes Wiederholen des im Rechtschreibunterricht Gelernten,
  • ständige Ermutigung und
  • Vermittlung von Erfolgserlebnissen,

kann die Lernstörung nach und nach abgebaut werden.

– QUELLE: Brockhaus.

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Markus und ich haben sehr viel miteinander geübt. Das Schöne war, daß wir immer einen guten Weg zusammen gefunden haben.

Er besuchte die Hauptschule und war ein fleissiger Schüler. Danach wechselte er in die 5-jährige Forst-und landwirtschaftliche Schule. Beim ersten Sprechtag schaute es nicht so gut aus. Aber die Professoren waren ausgezeichnet und die Matura gelang.

FLICKR-FOTO von Franz St.— Forst vom Haus Esterhazy im Burgenland

Weil mein Sohn dann erkannte, daß die Wald- und Forstwirtschaft doch nicht zu seinem Traumberuf gehörte, absolvierte er noch ein 2-jähriges Hochbaukolleg auf der HTL und wurde INGENIEUR.

Die nächste Ausbildung, die er anstrebte, war ein 1-jähriger Kurs neben seinem Job als Bautechniker. Die abschließende BAUMEISTERPRÜFUNG schaffte er mit Bravour.

Dann besuchte er eine 2-jährige Fachhochschule mit Semesterabschluß – Prüfungen in Leipzig.

Gestern war das Fest seiner Sponsion. Mein WUZI ist Diplomingenieur geworden!

FLICKR-FOTO von Milliron.

Weil ich weiß, wie schwierig es ist, ein Kind durch die Schulzeit zu begleiten, das es nicht so leicht hat. Und weil ich sehr stolz auf meinen Sohn bin, schrieb ich diesen Artikel. Vielleicht kann ich auch jemandem Mut damit machen.

Ein Kind entwickelt sich wie eine Blüte mit unendlichen Möglichkeiten und Chancen…

Elisabeth.