Voriges Wochenende kam mein Mann mit einer besonderen Frage vom Friseur heim:

„WÜRDEST DU EINE WOCHE AUF EINEN KINDERLIEBENDEN HUND AUFPASSEN?

Ich dachte, es wäre schön für uns. Nach mehr als 1 Jahr wieder für kurze Zeit ein Hund im Haus. Also sagte ich „JA“.

Der Besitzer kündigte uns schon einen schwierigen ersten Tag an, nachher wäre alles ganz normal.

Am Freitag ließ er BRUNO einmal für 1/2 Stunde bei mir.

FLICKR-FOTO von Luc Deveault.

Am Samstag abend kam er dann mit BRUNO, Hundefutter und bequemen Schlafsessel. Die „Hundeeltern“ begaben sich für 1 Woche nach Ägypten.

Die Nacht war wie mit einem „neuen Baby“ im Haus. Am Sonntag war Bruno schon ruhiger und so war ich voll Zuversicht für die kommenden Tage mit den Tageskindern.

  • Am Montagmorgen kam HANNAH. Sie fürchtete sich ein bißchen, weil das Begrüßungsgebell sehr laut ausfiel. Später wurde MAYA gebracht. Sie begann gleich einmal zu weinen. Dann beruhigte sie sich, aber immer, wenn Bruno ins Zimmer schaute, begann sie wieder. Also wurde er einmal am Gang an der Bank angehängt, das war er wieder gar nicht gewohnt. So gab es Gebell und Gewinsel.. Zwischendurch streichelte ich ihn, der Kauknochen war gar nicht interessant. Zum Glück spielte das Wetter halbwegs mit und wir konnten draußen spielen.

Als die Kinder abgeholt waren, belohnten wir uns beide mit einem ausgiebigen Spaziergang.

HANNAH meinte am Dienstag: „Der Bruno nervt mich. Der Mann soll Bruno wieder abholen!“

SIMON hatte sich schon mit ihm angefreundet und stellte fest: „Er ist hübsch!“

Am Freitag sagten 2 Eltern ab und so konnten Simon, Bruno und ich in den Wald gehen. Es war so großartig, diesen Herbstvormittag zu genießen. Auch Bruno hatte einen Riesenspaß, als er mit einem Spaniel und einer Schnauzerdame über die Wiesen flitzen konnte.

Schlußendlich habe ich diese Hundewoche genossen. Das Schönste an einem Hund daheim ist für mich, daß immer jemand da ist, der gerne mit mir spazierengeht!

Das Zusammenleben mit Tieren ist meiner Erfahrung nach immer positiv. Mit unserem Hund Billy konnte ich SEBASTIAN damals von seiner „Hundeallergie“ desensibilisieren. Aber das ist schon ein anstrengender Prozeß für alle Beteiligten.

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Das furchtbare Drama in der Familie, als der Hund das 1 jährige Mädchen totbiss, hat mich auch sehr betroffen gemacht. Wie soll man das verkraften? Millionen von Hunden sind treu, liebevoll und würden so etwas nie tun!

Elisabeth.